NEUE FUNDE

23. September 2008 - 31. Oktober 2008

Tamás Trombitás: Diptihon (Diptychon), 2005

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TAMÁS TROMBITÁS

Das Werk Tamás Trombitás erzeugt häufig Eindrücke von Geheimnis, verborgener Bedeutung und verstrichener Zeit. Nicht nur weil manche Skulptur künstlich gealtert wird, wirken seine Werke oft eher wie rätselhafte Zeugnisse versunkener Kulturen als wie die Arbeit eines zeitgenössischen Künstlers. So greift er beispielsweise die Form des Triptychons wieder auf, jenen Grundtypus des gotischen Wandelaltares, und verleiht ihm einen Goldgrund. Die minimalistische Komposition aus drei gleich großen Quadraten konzentriert sich auf diese beiden Elemente und präsentiert einen bereits gealtert scheinenden Goldgrund, bei dem die einzelnen Blätter der Vergoldung ebenso zu sehen sind wie ein rötlicher Untergrund, der an zahlreichen Stellen durchschimmert. Lóránd Hégyi charakteriesierte das Werk Tamás Trombitás treffend als „subjektive Archäologie“. Die Ausstellung zeigt die neuen Funde seiner letzten Grabungen in der Gegenwart.

Wir danken wieder dem Kulturinstitut der Republik Ungarn für die freundliche Unterstützung.