HANS-CHRISTIAN BRIX: NETZWERK

21. November 2013 - 8. Februar 2014 - verlängert bis 28. Februar 2014

Hans-Christian Brix: causa sui XV, 2013, Klebstoff und Papier, 70 x 100

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Vernissage am Mittwoch, den 20. November 2013 um 19 Uhr.

Versponnene Gebilde und Körper aus Netzstrukturen gehören zu den Erkennungszeichen des Markgröniger Graphikers Hans-Christian Brix. Immer wieder bieten sich die Arbeiten als Metaphern für die vernetzte Welt an. Die steter Veränderung unterworfenen sozialen Netze aus Individuen finden in den Netzgebilden aus einzelnen, freien Gesten eine ideale Veranschaulichung.
Noch immer fasziniert von der plastischen Wirkung seines Federstrichs auf Papier sucht Hans-Christian Brix neben der Tuschezeichnung weitere Möglichkeiten, um sein Malmittel als plastisches Gebilde auf den Malgrund zu setzen. So ist Klebstoff neben Tusche zu einem wichtigen Malmittel für Hans-Christian Brix geworden. Mal setzt er ihn in dicken Tropfen raumgreifend auf die Fläche, mal zieht er ihn in dünne Fäden, aus denen er wiederum Netzwerke spinnt. Hier kippen die Netzwerkbilder teilweise ins Negative. Es mag an der NSA-Affäre liegen, daß viele Netzwerke von Hans-Christian Brix mit dem Klebstoff zur Falle werden. Aus dem Netzwerk wird das Spinnennetz. Die gespannten Fäden des Klebstoffs haben nicht mehr die lockere Freiheit des Tuschestrichs, sondern erzählen von einer gescheiterten Ablösung.
Seit unserer letzten Ausstellung von Hans-Christian Brix ist das Thema „Vernetzung“ geblieben. Aber wie in seinen Arbeiten setzte Hans-Christian Brix auch in seinem Gesamtwerk weitere Gesten neben die bekannten, die strukturell verwandt sind, aber doch seine Ausdrucksfähigkeit, seine formalen Möglichkeiten und die eröffneten Deutungsräume der Arbeiten erweitert haben.