HANS-CHRISTIAN BRIX - VERNETZUNG

17. September 2011 - 18. Dezember 2011

Hans-Christian Brix: Amorphismus II, 2010, Tusche mit Papier, 149 x 130

<    >

Vernissage am Freitag, den 16. September 2011 um 20 Uhr. Es spricht Dr. Michaela Duhme.

Hans-Christian Brix schafft mit Tusche auf Papier visuelle Metaphern der vernetzten Welt. Aus vielen kleinen Tuschegesten knüpft er die Synapsen seiner feingesponnenen Netzstrukturen. Teilweise überwuchern sie texturartig die gesamte Bildfläche als All Over Komposition. Häufiger ballen sie sich zu einer zentralen, frei im Bildraum angesiedelten Kugel oder Blase zusammen. Solche Arbeiten, wie zum Beispiel „Veris“ von 2010, lassen sich als ideale Abbilder der vernetzten Welt verstehen. Die individualistische Lesart der Geste, die seit Harold Rosenberg vorherrschend ist, läßt eine Deutung zu, die das Kommunikationsnetz in den Arbeiten von Hans-Christian Brix als einen lockeren Verbund von Individuen versteht, die durch ihre Verbindungen etwas formen, das größer ist als sie selbst. So entsteht eine Metapher für eine vernetzte Gesellschaft, in der der Einzelne seine Eigenart bewahrt.