TAMÁS TROMBITÁS - PERFORMATIVE ARBEITEN

12. Mai 2009 - 11. Juli 2009

Tamás Trombitás: Ohne Titel, 1983

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Vernissage am 9. Mai 2009, um 19 Uhr

Am 26. April 2009 wird in Fellbach am Besinnungsweg eine Große Arbeit von Tamás Trombitás eingeweiht. Gleichzeitig begleitet die Galerie der Stadt Fellbach die Einweihung mit einer Ausstellung. Letzten Herbst haben wir das Modell für den Besinnungsweg im Kontext seines gegenwärtigen Schaffens präsentiert. Anläßlich der Eröffnung zeigen wir wieder eine Ausstellung mit Werken von Tamás Trombitás, die diesmal seinen performativen Arbeiten gewidmet ist.

Neben Malerei, Skulptur und Environment beschäftigte Tamás Trombitás sich in den frühen 1980er Jahren mit performativen Arbeiten. Diese an Ort und Zeit gebundenen Werke hat der Künstler zu einem großen Teil gut dokumentiert. So wird es erst möglich, in einer Ausstellung einen Überblick über diesen flüchtigen Teil des Œuvres zu zeigen. Manche Aktionen erscheinen wie eine Aneignung von Formen, die Trombitás in performativen Arbeiten entwickelte und in späteren Werken symbolhaft wiederaufnahm. So entstand die Form des Heubocks, die in „Caput Mundi II“ von 1993 aus dem Ludwig Museum in Budapest als Symbol für eine archaische Architektur zu finden ist, aus einer zehn Jahre älteren Aktion. 1981 ging Trombitás mit einem Bauern auf den Acker, um mit ihm so einen Heubock zu bauen, der Bauer aus Holz, der Künstler aus Neonröhren. Nach getanem Tagewerk leuchtet der Neonheubock in der Abendstimmung.

Die Themen, Dauer, Zeit, Mythos und Geheimnis prägen auch sein performatives Schaffen. Eine Arbeit, in der sich der Künstler im Licht eines roten Neonkreuzes auflöste, beschrieb László F. Földényi treffend als Verkörperung des Unwahrnehmbaren.

Wir danken wieder dem Kulturinstitut der Republik Ungarn für die freundliche Unterstützung.